“Experten” auf die Finger geschaut
Für Merkel, oder für den Bürger?
Unter der Überschrift “Zehn Koalitionäre lassen Merkel im Stich” berichtet die Financial Times über die Koalitionsabgeordneten, die bei der Abstimmung zum Euro-Stabilisierungsgesetz gegen das Gesetz gestimmt haben, oder sich der Stimme enthalten haben.
Alleine bei der Überschrift muss man sich fragen… wofür sind denn die Abgeordneten da? Um einer Frau Merkel zu dienen, oder dem Wähler?
Wie viel sind 750 Milliarden Euro?
Nach der Verabschiedung des Nothilfeplans für die Rettung des Euros werden Garantien für bis zu 750 Milliarden Euro bereitgestellt.
Wohl kaum einer kann sich vorstellen wie viel Geld das ist, weswegen wir uns gedacht haben einmal ein kleines Zahlenspiel zu veranstalten.
Was wir von John Paulson lernen sollten
Vielleicht fragt sich der ein oder andere, wer John Paulson ist. John ist Hedge Fond Manager und entwickelte 2007 eine Wette auf sinkende US-Hauspreise.
Auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit auf eine Krise zu setzen, fand er in Goldman Sachs einen potenten Partner, der die von John Paulson gesuchte Wette annahm (in Form des Produktes “Abacus 2007 AC1″)und deswegen am Freitag einen Besuch der SEC bekam. Nun wird Goldman Sachs – sicherlich zurecht – der Vorwurf gemacht, gewusst zu haben, dass es für die Anleger der von John Paulson zusammengestellten Papiere nur Verlierer geben würde, ausser natürlich John Paulson.
Nun stellt sich dir Frage, wie “wir”, die nicht über Milliarden verfügen, um eine solche Wette im großen Stil einzugehen, von der Vorgehensweise John Paulson’ lernen können.
Betrug bei Goldman Sachs? Na wo denn sonst?
Kurz vor dem europäischen Börsenschluss am letzten Freitag, marschierten Beamte der US Börsenaufsichtsbehörde SEC in die Räumlichkeiten bei Goldman Sachs ein. Vorgeworfen wird der Systembank, bewusst Produkte auf den Markt gebracht zu haben, von denen vorher vollkommen klar war, das diese den Kunden Verlust bringen würden – sprich: Goldman Sachs wusste schon beim Verkauf der Papiere, dass das Geld der Kunden weg ist – oder besser gesagt, nicht weg, sondern nur in der Tasche eines anderen, in diesem Falle in der Tasche von John Paulson, dem Erfinder der Papiere, die heute als “Gilftmüllpapiere” bezeichnet werden und reihenweise Banken in den Ruin gerissen haben.
GATA: FED, JP Morgan und Goldman Sachs manipulieren Goldpreis
Beim letzten Meeting der US Commodity Futures Trading Commission am 25.03.2010 wurde von Direktor Bill Murray des Gold Anti-Trust Action Committee JP Morgan, Goldman Sachs, sowie das Treasury Department und die Federal Reserve die Manipulation des Goldpreises bezichtigt und auch recht gut dokumentiert.
In einem Schreiben an den Vorstand der CTFC Gensler heißt es:
Ursprünglich dachten wir, dass die Manipulation des Goldmarktes durch ein koordiniertes System von Banken wie JP Morgan, Chase Bank und Goldman Sachs unternommen wurde, und gegen Gesetze der Föderation und der Staaten verstößt. Doch dann konnten wir feststellen, dass die Goldhandelsbanken sehr eng mit dem U.S. Treasury Deparment (US Schatzamt) und der Federal Reserve (US Zentralbank) in einem Goldkartell zusammenarbeiten, welches Teil eines größeren Betrugsschemas für die Währungs, Edelmetall und Bond Märkte ist. (Original des Briefes an die CTFC finden Sie hier)
Faule Immobilien Kredite belasten US Banken
Am morgigen Mittwoch wird JP Morgan Chase die vorläufigen Geschäftsergebnisse für das erste Quartal vorlegen und damit als erste Großbank in diesem Jahr Bericht darüber ablegen, wie sich das private Immobilienkreditgeschäft entwicklet hat.
Die Zeichen stehen auf Sturm, wenn man den Analysten des Researchhauses Creditsight glauben darf, die damit rechnen, dass die Bank of America, Wells Fargo und JP Morgan Case bis zu $30 Mrd. Verlustrückstellungen bilden müssen – mehr als die drei im letzten Jahr zusammen verdient haben.

